Wiederansiedlungsprojekt für den                              Steinkauz im nördlichen Harzvorland


Das Ziel des Auswilderungsprojektes ist es, im Bereich des nördlichen Harzvorlandes und im Großen Bruch eine selbständige, überlebensfähige Population des Steinkauzes (Athene noctua) zu etablieren. Die Anzahl der Steinkäuze und die Anzahl der Jungen sollen so hoch sein, dass auftretende Verluste kompensiert werden können. Durch Biotoppflege, wie das Wiederherstellten von Streuobstwiesen, deren Bewirtschaftung durch eigene Schafherden und Kopfbaumpflege sowie weitere Maßnahmen, sollen die verwaisen Steinkauzhabitate wieder zu passenden Lebensräumen entwickelt werden.

 

Da im Moment keine natürliche Wiederbesiedlung des Gebietes durch den Steinkauz zu erwarten ist, wird der Steinkauz im Projektgebiet aktiv angesiedelt. Die Biotoppflege und -wiederherstellung sowie die Auswilderung von Steinkäuzen stellen somit die beiden wichtigsten Standbeine des Projektes dar.

 


Der Steinkauz

Der Steinkauz ist ein kleine Eule, die als "Kulturfolger" Mitteleuropa besiedelt hat und heute jedoch unter dem Rückgang der kleinbäuerlichen Strukturen sowie unter der Intensivierung der Landwirtschaft leidet.

Das Projektgebiet

Das Projektgebiet liegt im nördlichen Vorland des Harzes in Sachsen-Anhalt. Die Flussauen und das "Große Bruch" beherbergten hier einst große Vorkommen des Steinkauzes, bedingt durch die Landschaft und das milde Winterklima.



Wiederansiedlung des Steinkauzes

Das nördliche Harzvorland liegt von anderen aktuellen Vorkommen des Steinkauzes weit entfernt, sodass eine Zuwanderung oder Wiederbesiedlung aus diesen Gebieten unwahrscheinlich ist. Aus diesem Grund werden im Projektgebiet jedes Jahr junge Steinkäuze ausgewildert.

Ergebnisse

Die Wiederansiedlung des Steinkauzes ist ein schwieriges Unterfangen, doch seit Beginn des Projektes steigt die Anzahl der Steinkauz Reviere kontinuierlich an. Durch die Bemühungen im Projekt gibt es inzwischen wieder mehr als 10 Reviere.